pavot rouge

22. Februar 2017

Piter

Abgelegt unter: leningrad, voyage, voyage — pavot rouge @ 17:08

Als ich heute zur Haltestelle ging, klebte ein einsamer Tscheburaschka-Sticker am Laternenpfahl. Anscheinend sollte ich mich erinnern. Vertraute Fremde. Piter, mon amour inconnu. Gestern in Dortmund surrte die Nadel des russischen Gasttätowierers über mein Bein. Er erzählte vom Leben in meiner verschwommen-alten Heimat, von seinen Plänen, diese zu verlassen, weil er sich eine Zukunft in Europa besser vorstellen kann und seine Freunde in Helsinki vermisst. Ich wurde eine nostalgische Pfütze, in meinem Kopf spielte Oleg Gasmanov, gemischt mit For my Pain, Omas Blumentapete vermengte sich mit Spaziergängen am Tavastia, Tuomikirkko mit der umschwärmten aber fremden weißen Nacht. Mein neues Kunstwerk war innerhalb von gefühlten Minuten fertig, die Zeit flog. Wenn ich es irgendwann nach Piter und Helsinki schaffe, nehme ich ein Souvenir auf meiner Haut mit.

28. Januar 2017

Je vole

Abgelegt unter: champs de pavot — pavot rouge @ 17:14

Que mes larmes ont coulé
Mes promesses et l’envie d’avancer
Seulement croire en ma vie
Tout ce qui m’est promis…

(Louane – “Je vole”, “la famille Béllier”…)

Mein lieber, halb vernachlässigter Blog!

Die letzten Wochen sind an mir vorbeigerauscht. Immer wieder wollte ich Dich mit Impressionen füllen, Dir vom fordernden Alltag erzählen, von den tausend Dingen, die ich für erkrankte Kollegen regeln musste, von Dankbarkeit und Frühstück, einem Abschied nach fünf Jahren, gemeinsamen Weinabenden zwei Klassenfahrten und heimlichen Zigaretten über den Dächern von Blankenheim.

Mein Herz ist schwer. Und leicht zugleich, wenn ich an den dreizehnten Jahrestag denke, den der beste Ehemann und ich im französischen Restaurant feierten. Wir schenkten uns tierhafte Hausschuhe, der Rotwein färbte unsere Wangen und wir schliefen im Palast ein, während Jyrkmän nach unseren Füßen schnappte.

In Dortmund surrte die Nadel über meinen Knöcheln. Bei dem Tag der offenen Tür sangen die Achtklässler “Je vole”, ein besonderes Lied vom Erwachsenwerden. Vorher starb ich im Keyboardraum leicht bei jedem schiefen Ton, aber die Aufführung ist geglückt, der pensionierte Lieblingskollege drückte bises auf meine Wange.

Die stressigen Tage bescherten mir eine Erkältung und eine Entzündung im Ohr, aber die Mühe wurde belohnt, die Schmerzen fast vergessen. In vier Wochen wird mein Klassenlehrerdasein auf die Probe gestellt, dann fahren wir auf Klassenfahrt, acht Tage mit dreißig Kindern werden sicher fordernd und ich bin schon unruhig, aber bis dahin gibt es bestimmt noch ein paar zauberhafte Momente.

3. Januar 2017

Schlaf’ nun ein, mein Herz, schlaf ein…

Abgelegt unter: champs de pavot — pavot rouge @ 22:43
“Und als ich unter Wölfen schlief
sah ich den Tod im Grabsteinland
nun stand die Sonne auf dem Rabenfeld
wie angezündet und verbrannt…”
(Untoten, “Als ich unter Wölfen schlief”)

Liebe Greta, lieber David.

Nach dem kryptischen Facebook-Post, der ein Ende verheißt, streunte ich heute durch alte Texte und fragte mich, wie der Herbst nun sein wird. Mein erster Oktober mit Eurer Musik war eine verwirrte, melodramatische Zeit, ich war ein Blatt im Wind, unglücklich,  haltlos und diese dunkelromantischen Rabengeschichten waren mein Soundtrack, ich hörte sie immer wieder, summte sie und sah in meinem jungen Irrsinn alles “mit den Augen der Nacht.” “Grabsteinland I” begleitete mich und Ingo nach Erndtebrück durch all den Schneenebel. Schmückte sämtliche Tagebucheinträge, silbergraue Buchstaben im alten Forum, es war das Spiegelbild meiner Sinuskurven. Ein Jahr später hörte ich den zweiten Teil mit dem (damals fast frisch kennengelernten) besten Ehemann, als wir Plätzchen verbrannten, während die Küsse den November in der Umarmung der sehnsüchtigen Fernbeziehung heller färbten. In der Zeit vor Valenciennes, als ich Angst vor meinem neuen Leben hatte, schenktet Ihr mir “Grabsteinland III”, meinen persönlichen Rabenflug, die Metapher meines Ausbrechens aus alten Strukturen. In der nordfranzösischen Provinz begleiteten mich die Augen des toten Raben auch im Sommer, es war das einzige Lied aus meiner Sammlung, was A. mochte, er fand es irgendwie flott und wir summten es, während in Aulnoy die Katzen jaulten und das Duschwasser aus dem Wohnheimbad in meinen Schrank lief.

“Grabsteinland IV” läutete in Bochum einen ambivalenten Wind ein. “Stille in den Städten” trug mich durch meinen neuen Ort in Essen in einen ungewohnt sonnigen November, als ich morgens um sechs immer wieder durch die fremde Stadt schritt.  Fast jedes Album begleitete einen Teil meiner Geschichte. Für Euch bin ich damals zu meinem zweiten und letzten WGT gefahren, wo eine einmalige Freundschaft plus loin de Leipzig entstand. Mit Euch geht wohl finalement ein Teil meines melodramatischen Ichs, es muss so sein, wir müssen alle weiterziehen, frei werden und aufhören, wenn es genug ist. Ich werde Euch trotzdem sehr vermissen. Vielen Dank für 13 Jahre Herbst, Melancholie und Novemberverschönerung.

“Halt dich fest in den Nächten/
wenn das Dunkel uns verschlingen will…”
(Untoten – Lichtbringer)

2. Januar 2017

Aix la Chapelle – Bochum-Hattingen und zurück

Abgelegt unter: voyage, voyage — pavot rouge @ 12:19

Passend zur Nostalgie zwischen den Jahren empfing mich mein ganz alter Ort mit Sonnenschen, Kuchen und Erinnerungen. Früher hatte ich immer leichtes Herzziehen, die alten Geschichten ließen mich unruhig werden. Die Wochenenden in der Eifel oder in der Aachener Innenstadt wogen noch schwer. Ich vermisste meine Jugend, meine manchmal nicht nachvollziehbare Leichtigkeit. Mittlerweile genieße ich jedes Mal die Schönheit der Stadt, die guten Freundschaften, die mir geblieben sind, all die Witze über Nachtwelten und all die absurden Geschichten über Menschen, die man früher kannte. Vielen Dank, dass Ihr mir geblieben seid, über die letzte Dekade. Ich komme wieder. Und dann rauchen wir gepflegte Menthol-Zigaretten.

*

Wir verbrachten einen dekadenten Tag in der Therme, aßen fettige Burger und tranken am nächsten Tag Unmengen an Sekt. Das neue Jahr hat wunderbar begonnen und ich bin überhaupt nicht motiviert, an den Schreibtisch zurückzukehren, vor allem, weil Tours mich nicht im Februar sehen wird. Anfang Januar verfalle ich immer in einen leichten Blues, wenn der Zauber der Feiertage erlischt und die warme Weihnachtsatmosphäre schwindet. Aber bestimmt hält das Jahr noch viele bezaubernde Momente bereit. Bring ist on, 2017. The best is yet to come.

27. Dezember 2016

Ey, Bochum…/ I’m so Hugh

Abgelegt unter: champs de pavot — pavot rouge @ 18:45

Du hast mir einfach meinen alten Korrekturplatz geraubt. Bei Starbucks in der Drehscheibe. Unter der Wendeltreppe saß ich früher mit meinem Notebook. Meinen Heften. Ich träumte von einer Welt jenseits des Referendariats, von Eskapismen mit Tequila. Und ganz oft korrigiere ich doch motiviert. Um mich herum klirrte die Luft, das Gelächter der Menschen war eine gute Hintergrundmusik. Ich verließ gerne den Schreibtisch daheim, um mit einem Frappuchino und einem Rotstift dort zu sein. Vor meinem zweiten Examensversuch war ich sogar am Silvestermorgen dort, ich schrieb den Unterrichtsentwurf, während draußen nasser Schnee fiel. Heute stand ich vor leeren Türen und mein Blick hatte den Anschein eines traurigen Dackels. Der Straßensänger kam sich immer noch vor wie Art Garfunkel und plärrte in meine Nostalgie hinein. Ich rauchte eine einsame Zigarette, verabschiedete mich gedanklich und dachte an den Text mit Hugh Grant, der nach einer Korrekturstunde kurz vor Weihnachten entstand. Hier ist er erneut. Tschö, Korrekturplatz. Es war produktiv mit Dir.

I’m so Hugh
Bei Starbucks ertönt weihnachtliche Swing-Musik. Es gibt neue rote Pappbecher mit Weihnachtssternchen, die sogar die Theke schmücken. Ich bestelle einen Cherry – Mocca mit Sahne und einem langen Löffel darin. Ich stelle mir den Winter vor, unter diesen Weihnachtsmelodien, mit dickem Schnee. Ich sitze auf einmal in London, mit Mütze und Schal bekleidet, ich trete nach meinem Mocca in die Kälte hinaus und vor mir steht Hugh mit diesem Dackelblick und fragt irgendetwas Romantisches, während er mich ansieht. I’m so Christmas. I’m so Hugh. Ich puste eine imaginäre Schneeflocke von meinem Mantel und lege meine Handschuhhand in die von Hugh. Wir steigen in einen roten Londonbus, Handschuh in Handschuh und er hat ihn immer noch, diesen Hugh-Hundeblick. In mir ist Christmas, so rot wie der Moccabecher, und Hugh fragt: “Love…actually?” Ich sage, no Hugh. But actually I do not really love. I’ve just found you in the music.

23. Dezember 2016

Behinderte Moomins

Abgelegt unter: l'art — pavot rouge @ 14:37

Ach, Anna. Der kalte Wind weht über den Platz vor dem Tuomikirkko. Auf den Stufen sitzen vereinzelt Menschen, sie zittern leicht vor Kälte. In der Nationalbibliothek brennt kein Licht mehr. Der alte verlotterte Mann schmettert nostalgische Arien, als könnte er den Platz erwärmen. Morgen sitze ich im Flieger, Anna. Der Tomatensaft wird in meiner Kehle brennen, weil man ihn nur mit Pfeffer trinken kann. Vielleicht brennt er einfach die Erinnerung an Deinen Kuss aus meinem Mund.

Ich stehe auf. Die russischen goldzähnigen Touristen tragen große Moomins umher. Du fandest Moomins immer bescheuert Anna, Du sagtest, sie seien behinderte Nilpferde. Als Du auf einer Party in mich hineinliefst, mir nur Dein finnisches Lächeln schenktest, dein perlweißes Licht mit kühlen blauen Augen, war ich sofort verliebt. Du warst kalter Schnee am Tage und verbrennendes Feuer des Nachts, Du fluchtest in einem ruhigen Ton, fast freundlich. Doch Dein Gegenüber fühlte sich sofort zerfleischt. In einer Minute wechseltest Du von Glut zu Eis. Und ich habe Dein Wechselspiel, Deine unangepasste Art abgöttisch geliebt.

In den zwei Monaten, Anna, haben wir viel gesprochen. In Deiner kleinen Wohnung wehte der nordische Wind durch die undichten Fenster. Wir lagen auf der Matratze, hörten eine finnische Band, bestimmt mit Kajalaugen und versuchten uns auf Englisch unsere Lebensgeschichten zu erzählen. Ich sah Dich oft an Deinem Arbeitsplatz, dem kleinen Café am Meer mit der Cola für vier Euro. Du reichtest mir ein Getränk, strichst eine weiße Haarsträhne hinter Dein filigranes Ohr und flüstertest “rakastan sinua.” Mehr brauchte ich nicht, ich hatte noch Geld und ließ mich mit Dir zusammen im kalten Wind treiben, versank in Deinem Augenmeer.

Ach, Anna. Eines Tages wachte ich ohne Dich auf. Dein Rucksack mit den bunten Taschen war weg, Deine Zahnbürste, Deine CDs. Auf der Matratze lag ein Zettel. “I’m sorry”, stand dort in krakeliger Schrift. Im Café sagte man mir, dass Du gekündigt hattest. Dass Du weiterziehen musstest, dass Du oft davon sprachst, die Welt zu sehen. Du warst wirklich eiskalt, Anna. Und ich habe Dich nicht wärmen können. Wahrscheinlich konnte niemand Dein Sinuskurvengemüt halten.

Ich stehe immer noch vor der weißen Kathedrale. Der Himmel ist grau, die Vögel sind in den Süden gezogen. Im Souvenirladen kaufe ich einen Moomin, nur, um dich zu ärgern Anna, um Deinen Einfluss fortzuwehen.

Ich vermisse Dich. Aber mich hält hier nichts mehr. Und überhaupt war es eine schwachsinnige Idee, Dir zu folgen. Hoffentlich brennt der gepfefferte Tomatensaft Deine Küsse aus mir.

22. Dezember 2016

Domian, Houellebecq. Whatever.

Abgelegt unter: champs de pavot — pavot rouge @ 18:07

Lieber DHL-Paketbote!

Vielen Dank, dass Du mein dm-Paket aus unserem Hausflur gestohlen hast. Vielleicht malst Du Dich nun heimlich mit meinem neuen Lippenstift an, während Deine Frau nichts ahnt. Abends gehst Du dann auf einen dieser Schwulenparkplätze und wenn Du dann deine burlesquen Lippen um fremde Penisse schließt, fliegen dir die Männerherzen einfach zu. Am nächsten Tag benutzt Du dann meine Mundspülung, um deine klandestinen Aktivitäten zu vertuschen und streichst mit meinen Wattestäbchen schwarze Krümel von Deinen Wimpern. Oder Deine Frau freut sich über guten Kajal zu Weihnachten, Ihr esst zusammen und dann heult sie schwarze Pfützen, vor Rührung über so viel Kosmetik. Abends ziehst Du Dir dann Domian rein, wenn sie noch glücklich schlummert und überlegst, was er Dir sagen könnte. “Aha, aha”, intoniert Domian, “und wie geht es dir auf dem Parkplatz? Was machen die Parkplätze mit dir?”

Du schweigst in Deinen Gedanken hoffentlich vor Scham. Und desinfizierst dich heimlich. Viel Spaß dabei.

20. Dezember 2016

34

Abgelegt unter: champs de pavot — pavot rouge @ 19:07

Manchmal denke ich, ich sollte aufhören, mir Kuscheltiere zum Geburtstag zu wünschen. Tattoos zu planen und ständig nach Konzertdaten zu forschen. Stattdessen könnte ich mir eine seriöse Bluse anziehen und mit der AIDA nach Brasilien segeln, wo sonnenbankgegerbte Brathähnchen ihre Pandora-Armbänder in der Sonne glitzern lassen. An ihren Geburtstagen spielen sie dann nüchtern Golf und wenn sie ausgehen, knoten sie ihre Lacoste-Pullover über Polohemden. Stattdessen waren wir gestern im Café Nord. Es lief randomisierter Metal. Ich fragte nach dem tauben Chihuahua, den ich bei meinem letzten Besuch gekrault hatte. Danach kaufte ich eine gebrauchte CD von Sonata Arctica, hörte zum zehnten Mal “Full Moon” und schwelgte in Helsinki-Erinnerungen, kaufte eine kulleräugige Eule, die wir Nepomuk tauften, bevor ich auf meinem neuen Pummeleinhorn einschlief. Mit der Seriösität wird das wohl nichts. Aber immerhin habe ich kreative Ideen und verstehe  sämtliche Idiotien aus dem Internet. Eine Schülerin rief heute: “Hauptsache Alessio geht es gut” und ich antwortete “Warum ist dir das so wichtig?”

Der Roof ist wohl kaputt. Aber ich hatte einen hervorragenden Geburtstag.

18. Dezember 2016

We give our hearts…/Eskapismi in Gießen

Abgelegt unter: voyage, voyage — pavot rouge @ 18:47

Nach einer kräftezehrenden Woche fuhr ich gefühlte hundert Stunden. Es hat sich gelohnt. Bei Lord of the Lost schlug mein Herz fast unruhig, ich war aufgelöst in der Musik. Die Halle brannte fast. Der Regen trocknete, die Stimme verschwand in den Riffs, ich war Mohn, Feuer und Rauch. Als Subway to Sally später die Bühne betraten, war ich wieder achtzehn, obwohl ich mich gedanklich schon lange von Eric Fish verabschiedet hatte. Zur musikalischen Heimkehr sang das Bier in meinem Kopf, zusammen mit tausenden von Bildern und meinen alten, besonderen Freunden, die ich viel zu selten sehe. Gute Gespräche und Musik, die kalte Winterluft der cité der victoire, die letzte Folge Domian, auf dem Weg durch die Nacht. Ich vermisse Euch, aber ich freue mich, dass ich für solche Eskapismi zurückkehren kann.

In Gießen aßen wir Kokoskuchen und lasen BRAVO. Es war, als hätten wir uns oft gesehen, dabei war das erst das zweite Mal. Vielen Dank für alles, Sabine. Für den Zufall, der Dich und Dimi in mein Leben brachte. Für Pokémons, Gedichtinspirationen, Gedanken und die besondere Wei(h)nachtskarte. Es war mir eine Ehre (vong Freundschaft her.)

17. Dezember 2016

Liebster Domian…

Abgelegt unter: champs de pavot — pavot rouge @ 15:57

Gestern lief Deine letzte Sendung. Gerade habe ich sie nachträglich gehört. Die ganze Woche dachte ich schon an diesen Abschied. Fast zehn Jahre warst Du die Stimme meiner schlaflosen Stunden, der Nächte vor Unterrichtsbesuchen, der leise Hintergrundton meines damaligen Scheiterns, der mir zeigte, dass es Schlimmeres gibt. Dass es immer weitergeht. Für all die Nachtverlassenen, Einsamen warst Du der Halt, stets mitfühlend, aber immer ehrlich. Ich habe viel von Dir gelernt, Domian. In Deiner letzten Sendung sprachst Du von Demut. Demut und Respekt. Ich ziehe meinen Hut vor Deiner Kommunikation, Deiner Gabe, Situationen einzuschätzen und dem warmen Gefühl, das Du Deinen Hörern gabst.

Ich bin vor damals nicht zu Deiner Autogrammstunde gegangen, aber immerhin habe ich Dich auf einer Bühne gesehen. Ich wollte oft unter einem Pseudonym bei Dir anrufen, hatte aber Bedenken, dass mich jemand erkennt. Außerdem trug ich im Vergleich eine banale Geschichte mit mir herum.

Ich bin Dein stiller Fan, Domian, vielen Dank für all die berührenden Gespräche, die ich hören durfte, ob einfach schlaflos oder sturzbetrunken in Siegen. Du hattest Recht. Die Nacht ist eine besondere Zeit. Sie öffnet die Seelen, die Münder.

Vielen Dank für sämtliche Absurditäten, die ich durch Deine Sendung erfahren durfte, die Rosen im Penis, Eisenbahnlover, Mettfrauen. Vor Dir waren alle wertgeschätzte Menschen. Ich vermisse Dich jetzt schon. Auf in die Morgensonne.

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