pavot rouge

21. Mai 2012

coeur bleu

Abgelegt unter: champs de pavot — pavot rouge @ 15:01

blue heart,
take away those lost and poor years’ sorrows
blue heart
face these joyful eyes of your tomorrow
blue heart
fly with me and we will never say goodbye…
(Deine Lakaien- Blue Heart)

Die Klänge des Klaviers erfüllen den Raum. Die kleinen Plastikstühle verwandeln sich in pompöse Sessel unter Veljanovs Stimme. Sie klingt vertraut und samtig. Zehn Jahre mit Deine Lakaien. Ernst Horn ist deutlich älter geworden, schafft es aber immer noch, dem Klavier ungewöhnliche Töne zu entlocken. Als ich meine erste CD kaufte, war ich gerade neunzehn. Auf dem ersten Konzert ging die Sonne zu den Klängen von “Love me to the end” in zartrosa Mustern unter. Irgendwann erinnerte eine andere Platte an den leichten Frühling. April Skies. Wir waren in Hannover. In Köln und Dortmund. Und jedes Mal war ich danach verliebt in die Musik. Als ich gestern heimfuhr, vermisste ich Veljanov bereits unter dem sommerlichen Gewitterhimmel.
Es ist auch der Soundtrack unserer Freundschaft. Ein Drittel unseres Lebens. Und Veljanovs Fingergeste. Wir sind auch älter geworden. Was in einem Forum begann, hat sich hervorragend in Realitär verwandelt. Ich hoffe auf viele weitere Konzerte. Und auf noch mehr Witze, die sonst niemand versteht. Fakk Eins.



19. Mai 2012

cent mois – je t’aime!

Abgelegt unter: champs de pavot — pavot rouge @ 13:13

Hundert Monate. Fast achteinhalb Jahre. Wir feierten mit einem opulenten Mahl. Es schmeckte mehr als vorzüglich. Wir erinnerten uns an zahlreiche Geschichten. Wichtige Ereignisse, die uns auf dem gemeinsamen Weg verwoben. Du bist mit den Jahren noch schöner geworden, wir sind gemeinsam gereift, erwachsen geworden. Und alles ist richtig.  Auf viele weitere hundert Monate! The best is yet to come.

14. Mai 2012

le petit bâtiment

Abgelegt unter: champs de pavot — pavot rouge @ 15:15

An manchen Tagen habe ich das Gefühl, dass der Beruf mich trägt. Ich werfe den Plan innerhalb von Sekunden aus meinem Kopf. Unterrichte fachfremd Kunst und Mathematik.  Und die Klasse zieht mit.
Die Sonne scheint. Die Kinder hören zu. Wir lachen. Am Ende gröhlen wir zusammen die Borussia-Hymne. Dortmund, singen wir. Im Moment gleite ich durch die Tage. Ich habe mich eingefunden. Es tut mir manchmal leid, dass ich eventuell gehen muss. Le petit bâtiment. Mon coeur.

12. Mai 2012

une petite pause

Abgelegt unter: champs de pavot — pavot rouge @ 19:51

Une petite pause à Essen.  Le soleil nous a accompagnées.  Ich danke Dir für diese neue Freundschaft. Dein Vertrauen. Auf viele weitere Nachmittage. Du und die Menschen im kleinen Gebäude seid mir ein wunderbarer Halt. Netz und doppelter Boden. Sicherheit. Merci!


3. Mai 2012

Control

Abgelegt unter: champs de pavot — pavot rouge @ 18:35

I don’t want fifteen minutes
Want a whole lot more
Don’t want to suffer the fools
And the spoils of war..
(VNV Nation)

Die Bewerbungsphase hat begonnen. Morgens buchstabiere ich und verbessere Artikel. Abends kopiere ich Gutachten. Ich bange und hoffe, bin wankelmütig und so gespannt. Noch anderthalb Monate. Dann habe ich hoffentlich eine Zusage. Ma langue me manque. Mais les petits enfants me manqueront aussi. Avec leurs histoires. Leurs sourires. Je ne sais plus ce que je veux. Vielleicht kehre ich dem Gymnasium doch den Rücken. Und ich hoffe, dass mich trotz meiner Situation jemand einstellt. Oder gerade deswegen. Denn niemand außer mir kann so cool erklären, dass die Festplatte kaputt ist. Und deswegen laufe ich so.

*

Liebe Neuner. Ich danke Euch erneut. An chaotischen Tagen kommt ein Wort. Ein Satz. Ich habe bei Euch Eindruck hinterlassen. Wenn sicher ist, dass ich nicht wiederkomme, biete ich Euch das Du an. Ihr fehlt mir sehr. Ihr seid einfach die Besten.  Vous me manquez aussi!

27. April 2012

bulletproof

Abgelegt unter: champs de pavot — pavot rouge @ 18:41

You shoot me down, but I won’t fall
I am titanium.
(David Guetta)

Seit drei Monaten bin ich Lehrerin. Die baldige Bewerbungsrunde um die Beamtenstellen macht mich unruhig, aber tief in mir ist die Gewissheit. Ich habe einen Beruf. Nein, eine Berufung. Wenn ich meine Geschichte nur in Ansätzen erzähle, sehen mich die Leute ungläubig an.

I am bulletproof.

Du hast es gestern noch einmal gesagt. Eine Frau, die sich durchgesetzt hat. In diesem Punkt sind wir immer noch gleich. Mit dem Kopf durch die Wand. Bulletproof. Ich bin froh, um die Verbindung zwischen uns, étoile. Wir kämpfen einfach weiter.

23. April 2012

Wo wilde Rosen blühen

Abgelegt unter: champs de pavot — pavot rouge @ 19:33

Ein Abend mit Freundschaft und Musik. Vor anderthalb Jahren waren wir auf einem ähnlichen Konzert, auf dem kühlen Boden der Matrix. Eric Fish sang von Kunst und Überzeugung. Wir schunkelten im Takt. Diesmal war es ähnlich, und doch so anders. Bodenskis Coverversion von den Rosen. Die immer wieder beeindruckende Kirche. Die irischen Lieder. die schön, und doch manchmal langatmig schienen.  Und die Tatsache, dass wir mehr im Leben stehen. Der Olymp hält. Aber wir sind nicht mehr verloren. Mehr in der Realität.  Du bist immer noch mein bester Freund. Danke für den Tee. Die Worte. Die Schokolade.  Wir sind Helden. Für einen Tag. Und darüber hinaus.


21. April 2012

proche

Abgelegt unter: champs de pavot — pavot rouge @ 09:18

Wir haben unsere Tränen getrocknet und Caught in the Act in Dortmund zugejubelt. Vor den Abiturergebnissen hielten wir uns wach. Wir haben zusammen bestanden. Der Tag an dem Du wegzogst war dunkel und kalt. Mein Herz zersprang in kleine Steinchen. Wie der Asphalt.
(geschrieben im Februar 2011)

Gestern saßen wir vor meinem Fernseher und schauten Benjamin Boyce zu, wie er versuchte, sich in einer schlechten Castingshow zu behaupten. Wir aßen Nachos nach Feierabend. Mittwoch brachtest Du Oliven mit und wir stießen auf Dich an.
Zwischen und liegt nicht mehr die Republik. Es sind nur noch elf Bahnminuten und es kommt mir immer noch irreal vor, Dich wieder so nah bei mir zu haben. Ich habe Dich so oft vermisst. So selten gesehen, dass ich es jetzt nicht fassen kann.

I’ve been waiting for you silently…

14. April 2012

Tour de Nord

Abgelegt unter: voyage, voyage — pavot rouge @ 17:14

Nous nous sommes plongés dans la ville.

Das schrieb ich damals, vom Schreibtisch. Es sollte so sein. Wir spazierten in der großen Stadt umher, erkundeten kleine Lädchen und tranken Tee unter den Heizpilzen des Alterpavillions. Der Regen störte uns nicht. Wir verbrachten einen dekadenten Abend auf der Reeperbahn.  Am Fenster des türkisen Zimmers rauschte uns das Nachtleben entgegen. Wir aßen das beste Sushi und ließen uns mitreißen, in die grellen Lichter hinein.  In kleinen Cafés flüsterten die Menschen. Es war wunderbar. Mehr Zeit zu haben. Nicht zu arbeiten.  Zu sein.  An vielen Ecken derf Stadt sind unsere gemeinsamen Erinnerungen. Der Cocktail im “Herzblut”. Die Marktstaße, wo es nur noch einen Gothicladen gibt. Der Kirmesbesuch.  Wir haben neue Momente hinzugefügt. Die Orte für uns bereichert. Tour de Nord. Je t’aime.

Parfois la jeunesse me manque. Le sentiment sauvage.


Ich war über drei Jahre nicht dort gewesen. Gutingi, die Stadt, die mich fünf Jahre lang aufnahm. Als wir uns kennen lernten, war ich im ersten Semester. Ich weiß noch, wie aufgeregt ich oft war, bevor ich in den Zug stieg. Du holtest mich ab, wir schlenderten Hand in Hand durch die Straßen mit den Fachwerkhäuschen. Samstags frühstückten wir in unserem Café und bestaunten die Obstdekoration. Des Abends gingen wir oft ins Theater. Ich habe Dich etwas um die Stadt beneidet, denn ich war begeistert von dem geisteswissenschaftlichen Esprit in den Straßen. Den kulturellen Möglichkeiten. Den süßen Restaurants. Auf den Wegen durch die Gassen sind viele Erinnerungen, auf dem Campus habe ich gewartet, bis Deine Vorlesungen zu Ende waren. Ich weiß noch, was ich gelesen habe. Wie sich die Fernbeziehung angefühlt hat, die Mischung aus Euphorie und Sehnsucht. Die jeder Freitag das Herz stolpern ließ, welches jeden Sonntag schwer wurde. Diesmal liefen wir wieder Hand in Hand durch die Gassen. Die Luft war frühlingshaft, fast seifenblasengleich umschwebte uns die Nostalgie, begleitete uns am Theater entlang, am Gänseliesel vorbei. Auch für mich liegt dort ein Stück Heimat. Die Erinnerung an den Eskapismus, an das Gefühl, bei Dir, mit Dir in der Stadt aufgehoben zu sein. Es ist nun ein wenig anders, wir sind älter und reifer, ich muss nie wieder fünf Stunden zu Dir fahren. Doch manchmal sind wir wehmütig. Nach Jugend und Erinnerung. Es war schön, zusammen wiederzukehren. Gemeinsam zu schwelgen.  Als Ehepaar.




7. April 2012

KalKar-Freitag.

Abgelegt unter: voyage, voyage — pavot rouge @ 11:57

Ein wunderbarer Tag am Niederrhein. Neue Menschen. Neue Eindrücke. Und das Gefühl der Reise, die begonnen hat. Morgen fahren wir weiter nach Hamburg. Ich war zu lange nicht mehr unterwegs. Es. Wird. Zeit.

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